Trockenbarf-Produkttest „BALF Rind, Obst-Gemüse“

(Dieser Artikel enthält WERBUNG wegen Markennennung)

BALF biete ich schon lange in meinem lokalen Barfshop an, hatte es aber bisher noch nicht selbst getestet. Mehrere Kunden haben sich die Aufnahme von BALF in mein Sortiment gewünscht und der Blick auf die Zutatenliste überzeugte mich. Es handelt sich hierbei um ein Trockenbarf. Davon habe ich zwei im Angebot: Das Fresco Trockenbarf CompletePlus und eben das BALF. BALF wird mindestens 20 Minuten in Wasser eingeweicht, was ernährungstechnisch Sinn macht.

Da wir im letzten Urlaub wieder nur ein kleines Gefrierfach zur Verfügung hatten, haben wir – das sind meine Hündin Maze und ich – das BALF für euch getestet. Nicht ganz uneigennützig natürlich. Ich bin nämlich ein kleines Faultier und ich glaube, selbst wenn ich genug Kühlkapazität hätte, würde ich nicht alle Barfzutaten in unseren Familienurlaub mitschleppen wollen.

Die Zusammensetzung der Sorte Rind orientiert sich am Beutetierprinzip beim Barfen. Gut – es ist etwas viel Pansen/Blättermagen und etwas wenig Knochen drin. Allerdings, wenn man mal einen Futterengpass hat, eine Zeitlang keine Lust/keine Zeit das Rohfutter anzurichten oder eben im Urlaub ist, ist es eine durchaus hochwertige Alternative. Definitiv gesünder, hochwertiger und ausgewogener als die meisten Trocken- und Dosenfuttersorten.

Warum heißt es BALF?

BALF ist wie BARF ein abgekürztes Wort. Statt dem R für Roh hat der Hersteller hier ein L für Luftgetrocknet eingesetzt. Es handelt sich um ein rohes Produkt, das ohne Druck und Hitze luftgetrocknet wird und komplett ohne Getreide, Kartoffeln, Reis oder sonstige stärkehaltige Zutaten auskommt.

Ist BALF gut verträglich?

Das ist natürlich, wie bei jedem Futter, von Hund zu Hund verschieden. Meine Hündin ist relativ problemlos bei der Futterumstellung. Egal ob ich von BARF auf Trockenbarf oder auf Dose umstelle – normalerweise verträgt sie die Umstellung ohne Probleme. Ich habe trotzdem vorsichtshalber zwei Tage bevor wir in den Urlaub gefahren sind umgestellt: Es kommt halt manchmal doch vor, dass der Kot mal weicher wird. Aber hier – gar kein Problem. Er wurde sogar eher kleiner und fester. Was ein Zeichen dafür ist, dass das Futter sehr gut verwertet wird.

Was mich sehr postiv überrascht hat: Wenn ich meinem Hund frischen Pansen gebe, dann kratzt er sich irgendwann mehr als sonst. Ich würde nicht von einer Allergie reden, aber schon von einer leichten Unverträglichkeit. Im Alltag füttere ich deshalb keinen frischen Pansen oder Blättermagen mehr. Aber: obwohl im BALF ja im Verhältnis recht viel Pansen enthalten ist, war Juckreiz, zumindest in diesen 10 oder 12 Tagen, kein Thema.

Die Zusammensetzung (laut Packungsangabe):

800 g Rind lufgetrocknet: Muskelfleisch 250g, Pansen 150g, Blättermagen 100g, Lunge 100g, Leber 50g, Milz 50g, Niere 50g, fleischige Knochen 50g

200 g getrocknetes Gemüse und Obst: Zucchini, Sellerie, Erbsen, Pastinaken, Luzerne, Rote Beete, Apfel, Spinatblätter, Karotten, Holunderbeeren, Weißdornbeeren, Kokos, und Löwenzahn

Die Verpackung:

BALF kommt in einer Papiertüte mit Sichtfenster daher, die innen mit Folie beschichtet ist. Ich dachte bis zu meinem Test, dass das Futter direkt in dieser Tüte steckt. Allerdings befindet sich innen noch ein weiterer Plastikbeutel mit Druckverschluss. Das finde ich umwelttechnisch jetzt nicht so geschickt und könnte noch verbessert werden. Die Innenbeschichtung des Papierbeutels könnte man sich, meiner Meinung nach, sparen und ggf. sogar auf das Sichtfenster verzichten.

Pluspunkt: Der Plastikbeutel mit dem Futter lässt sich sehr gut öffnen und wiederverschließen. Das Futter ist so vor Feuchtigkeit geschützt und behält sein “Aroma” bei sich (mehr dazu weiter unten bei “Geruch und Konsistenz” 😉

Welche Menge kommt in den Napf?

Auf der Packung werden folgende Mengen empfohlen:
5 kg-Hund: 25 g BALF (entspr. 100 g Feuchtfutter)
10 kg-Hund: 50 g BALF (entspr. 200 g Feuchtfutter)
20 kg-Hund: 100 g BALF (entspr. 400 g Feuchtfutter)

Mein 20 kg Hund bekäme demnach 50 g BALF pro Mahlzeit (2x täglich). Allerdings steht auch auf der Internetseite (nicht auf der Packung) der Hinweis, dass man die Menge den jeweiligen Bedürfnissen anpassen muss (das ist übrigens bei JEDEM Futter der Fall).

Maze ist ein sehr agiler, zum Teil nervöser Hund, hat also einen erhöhten Grundumsatz und braucht daher auch beim Barfen mehr Futter (500g täglich bei etwa 20 kg Körpergewicht). Deshalb habe ich die Menge auf 60 g pro Mahlzeit erhöht. Theoretisch kommt also ein 20 kg Hund mit 1 kg Futter 10 Tage lang aus. Bei uns müsste eine Packung BALF etwa 8 Tage lang halten (so meine theoretischen Berechnungen vor dem Urlaub).

Kleine Anekdote: Ich hatte meine Küchenwaage zuhause vergessen. Deshalb musste ich die Mengen während des Urlaub schätzen 😛 Ich glaube anfänglich habe ich es etwas zu gut gemeint. Sieht halt im Gegensatz zum Barf immer so wenig aus im Napf, das getrocknete Futter. Maze hat leicht zugelegt, aber zum Ende hin habe ich die Menge dann wieder reduziert. 😉

Und das ist ganz wichtig: Der BLICK auf den Hund ist viel wichtiger als jede Waage.

Wir sind dann doch 10 Tage mit dem Futter ausgekommen. Das ist bei getrocknetem, also stark nährstoffkonzentriertem Futter, oft der Fall, dass wir dann doch nur die “normale” Menge benötigen.

Was kostet BALF?

1 kg BALF (entspricht eingeweicht 4 kg Komplettbarf) der Sorte “Rind, Obst-Gemüse” liegt bei etwa 22,50 Euro.

Die Zubereitung und die Konsistenz:

Wie oben schon geschrieben, wird das Trockenbarf mind. 20 Minuten in Wasser eingeweicht. Wobei „einweichen“ vielleicht das falsche Wort ist. Die getrockneten Fleischbrocken nehmen so schnell das Wasser gar nicht auf. Nur der Obst-Gemüse-Anteil wird aufgeweicht und dadurch leichter verdaulich. Insgesamt bleibt das Futter stückig/suppig.

Da es während des Verdauungsvorgangs weiter aufquellt, sollte auch zusätzlich immer Wasser zur Verfügung stehen. Von Kunden wurde mir berichtet, dass ihre Hunde das BALF sogar noch lieber mögen, wenn es über Nacht eingeweicht wird. Also – alles ist möglich.

Der Geruch:

Der Geruch ist wie immer Typsache 😉 Durch den Anteil an Pansen/Blättermagen bedingt, riecht das Futter schon einigermaßen „aromatisch“ nach Rind – aber ich finde nicht, das es typisch nach Pansen riecht. Insgesamt finde ich persönlich den Geruch nicht unangenehm und ich rieche es eigentlich auch nur dann, wenn ich wirklich mit der Nase in die Nähe komme. Da kenne ich von Kauartikeln intensivere, penetrantere und unangehmere Gerüche 😛

Mein Fazit:

Für den Urlaub ist BALF Rind Obst-Gemüse eine tolle, gesunde und gut verdauliche Alternative. Ich werde es beim nächsten Urlaub definitiv wieder mitnehmen.

Hast du BALF schon mal ausprobiert? Schreib mir doch mal deine Erfahrung in die Kommentare.

Wer schreibt hier?

Ich bin Yvonne Bach. Lebenslustig, pragmatisch, ehrlich. Verheiratet. Mama von zwei tollen Kindern und Besitzerin einer Setter Dame aus italien. Seit 2008 berate ich Tierhalter als Tierhomöopathin und habe mich 2018 auf die gesunde Ernährung von Hund und Katze spezialisiert.

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